INTERESSEN-GEMEINSCHAFT BACKOFEN EMSTAL

Tradition des Brotbackens in originalen Lehmbacköfen des 19. Jahrhunderts

Ortsgeschichte

 

Erste urkundliche Erwähnung 1193 unter dem Namen Zwine, ab 1580 bis 1936 Schwina und ab 1937 Emstal. Emstal liegt 3 km von Lehnin entfernt im Tal des Flüßchens Emster. Es ist ein typisches Straßendorf.

Die meisten Bauernhöfe mit ihren eingeschossigen Wohnhäusern an der angerartig breiten Dorfstraße stammen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. So auch die 1889 massiv mit Backsteinen umgebaute ehemalige Fachwerkkirche. Bis 1542 gehörte die damalige Siedlung Zwina zum Kloster Lehnin.

Die Bewohner Emstals verdienten sich ihren Lebensunterhalt mit der Torfgewinnung, die bereits seit 1858 betrieben wurde, als Schiffer durch die Verbindung Emster-Kanal-Brandenburg, als Landwirte und Obstbauern sowie als Handwerker.

Auf Befehl der damaligen Obrigkeit, durfte offenes Feuer erst ab 40 Schritten von Gebäuden errichtet werden. Deshalb wurden auf dem Gemeindeacker mitten im Dorf zwischen 1840 und 1845 halbkugelförmige 7 Lehmbacköfen errichtet, um die Versorgung zu gewährleisten.

Ein Mühlenstein neben 120-jährigen Lehmbacköfen, die zu festlichen Gelegenheiten auf dem neugestalteten Backofenplatz benutzt werden, erinnert an die ehemalige Mühle. In unmittelbarer Nähe des Backofenplatzes wurde am 10.Juni 2001 ein Backofenmuseum eingeweiht. Zu sehen sind neben Schautafeln über das Bäckergewerbe auch historische Ausstellungsstücke. Das Museum hat jeden Samstag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

 

 

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