INTERESSEN-GEMEINSCHAFT BACKOFEN EMSTAL

Tradition des Brotbackens in originalen Lehmbacköfen des 19. Jahrhunderts

Der Kobold von Schwina

 

 

In Schwina ist ein Bauer gewesen, der hat lange Jahre einen Kobold in seinem Hause gehabt und ist durch ihn ein reicher Mann geworden. Oftmals hat ihn das Gesinde gesehen, wie er als Rotbart in der Stube umhergeflogen oder als Kalb mit feurigen Augen in der Küche gelegen oder als Katze auf dem Boden herumgesprungen ist. Zuweilen hatte er sogar als schieres Feuer früh morgens im Ofen gelegen, so dass die Magd jählings erschrocken ist und schnell zur Hausfrau lief, ihr zu sagen, dass dort ein feuriges Untier sei.

Dann ist die Frau hinausgegangen und hat die Magd nach einer Weile gerufen, und sie gefragt, was sie nur schreie, es sei ja nichts da.

Aber die wusste es besser, denn die Frau hatte den Kobold immer fortgelockt, so dass dann natürlich nichts mehr zu sehen war. Die Frau hatte nämlich mit dem Kobold sehr gut gestanden, so dass er ihr allerlei Liebes und wohl nicht immer ganz in Ehren erwiesen.

Darum mag dann wohl der Bauer, als er überdies wohl Geld genug hatte, des Kobolds überdrüssig geworden sein, denn er hat ihn in einen Koben gepackt und weit, weit fortgetragen, so dass er nicht hat wieder zurückfinden können.

 

(Aus "Märchen und Sagen" von A. Kuhn)

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